70 Jahre Grundgesetz – Demokratietag am 23. Mai 2019

Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verkündet, das am darauffolgenden Tag in Kraft trat. Dieses siebzigjährige Jubiläum begeht die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Wolfenbüttel mit einem großen Demokratietag, in dessen Rahmen die Erfolge des Grundgesetzes und der freiheitlichen Demokratie gewürdigt werden, aber auch eine kritische Bilanz gezogen wird. Wo sind die Grundrechte noch nicht umgesetzt oder möglicherweise sogar gefährdet? Wie kann die politische Partizipation der Bürger*innen noch weiter verbessert werden? Mit diesen Fragestellungen werden sich die jugendlichen und erwachsenen Teilnehmer*innen aus dem Landkreis Wolfenbüttel sowie aus den benachbarten Städten und Landkreisen beschäftigen.

Es wird unter anderem Filmvorführungen, Mitmachaktionen, Infostände, Sportangebote, eine Stadtführung, eine Kunstausstellung und einen symbolischen Lauf um den Stadtgraben geben. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion im Lessingtheater, an der Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Zivilgesellschaft sowie Bewohnerinnen und Bewohner Wolfenbüttels beteiligt sind.

Demokratietag 2019 [PDF Dokument]

Kontakt & Information:
Anfragen, Projektanträge und weitere Informationen bei der Freiwilligenagentur Wolfenbüttel unter demokratie-leben@salihi-wf.de oder 05331 984979.

Programmpunkte

DEMOKRATIE IN AKTION

14:00 – 17:30 Uhr | Lange Str.


Verschiedene Vereine und Initiativen informieren an verschiedenen Spots über ihre Aktivitäten zu den im Grundgesetz verankerten Grundrechten und bieten kreative und partizipative Projekte an. Mit dabei sind unter anderem Amnesty International, das AWO-Frauenschutzhaus, der Bücherbus des Landkreises Wolfenbüttel, die Evangelische Kirchengemeinde St. Marien und St. Trinitatis die Jugendhilfe Wolfenbüttel e.V., die Seniorenredaktion des Seniorenbeirats Wolfenbüttel, die Türkisch-Islamische Gemeinde Wolfenbüttel und die Veränder.Bar.

DEMOKRATIE IM BLICK

14:00– 16:30 Uhr | Filmpalast

 


Wie weit reicht der Schatten des Nationalsozialismus? Wie ist es, in einem Staat zu leben, in dem man seine Meinung nicht frei äußern darf? Die Filme „Der Vorname“ und „Das schweigende Klassenzimmer“ veranschaulichen, dass unsere Grundrechte keine Selbstverständlichkeit sind, sondern erst durchgesetzt werden mussten und es wert sind, verteidigt zu werden. Veranstalter ist der Kreisjugendring Wolfenbüttel.

DEMOKRATIE MIT SCHWUNG

14:00 – 17:30 Uhr | Jugendfreizeitzentrum (Grünfläche)

 


Im Sportpark werden verschiedene Vereine und Institutionen sportliche Projekte durchführen, in denen es um Bürgerbeteiligung und die im Grundgesetz verankerten Grundrechte geht. Dazu gehören unter anderem eine Box-Aktion des BAC Wolfenbüttel, ein Graffiti-Stand des Jugendparlaments und ein Fußball-Parcours sowie die Möglichkeit, Wikingerschach, Disc-Golf und Badminton zu spielen. Der Sport-Park wird vom BV Germania Wolfenbüttel, dem Jugendfreizeitzentrum und den Tee-Timers Wolfenbüttel unterstützt.

DEMOKRATIE VOR ORT

15:00 – 16:30 Uhr | Treffpunkt am Schloss

 


Ulrich Higl, ein versierter Kenner der Lokalhistorie, führt zu ausgesuchten Orten in der Wolfenbütteler Kernstadt und geht auf einzelne Aspekte der regionalen Geschichte ein, in denen es um Toleranz und Demokratie sowie um deren Gegenbilder Totalitarismus und Diktatur geht.

DEMOKRATIE IM OHR

15:00 – 17:30 Uhr | Lessingtheater (Vorplatz)

 
Ob Breakdance oder Poetry Slam, ob Livemusik oder Kleinkunst – auf der Bühne der Vielfalt performen regionale Künstler*innen für Menschenrechte, Toleranz und Demokratie.

DEMOKRATIE ZEIGT GESICHT

17:30 – 20:30 Uhr | Lessingtheater

 
Demokratie hat viele Gesichter. Das zeigt die Foto-Kunstausstellung von zehn sehr unterschiedlichen Frauen, die in Wolfenbüttel leben und die Öffentlichkeit wissen lassen möchten, was sie zu Demokratie zu sagen haben. Um 17.30 Uhr beginnt die Vernissage der Ausstellung, bei der die Künstlerinnen natürlich vor Ort sein werden.

DEMOKRATIE AM LAUFEN HALTEN

20:30 – 22:00 Uhr | Stadtgraben

 
Demokratie ist kein Selbstläufer – sie funktioniert nur, wenn möglichst viele Menschen mitmachen. Der Lauf um den Stadtgraben hat daher zum Ziel, ein Zeichen für die Demokratie zu setzen. An der Aktion können sich bis zu 100 Personen beteiligen, die gemeinsam 286 Kilometer um den Stadtgraben zurücklegen wollen – was der Strecke von Wolfenbüttel nach Bonn entspricht. Kooperationspartner ist der Wolfenbütteler Tennis- und Hockeyvereinigung e.V.

DEMOKRATIE IM DIALOG

18:30 – 20:30 Uhr | Lessingtheater

 
„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ – so lautet der erste Absatz des Artikels 3 des Grundgesetzes. Doch sind wirklich alle Menschen in Deutschland gleichberechtigt? Oder gibt es immer noch Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts, der Abstammung, der Herkunft, körperlicher Merkmale oder des Glaubens? Über diese Fragen diskutieren an diesem Abend Menschen aus der regionalen Zivilgesellschaft und berichten aus ihrer täglichen Praxis, darunter Christian Eitner (Jazzkantine), Robin Koppelmann (FanRat Eintracht Braunschweig) und Susanne Löb (Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Wolfenbüttel) sowie Ali Arabsadeh und Philipp Bräuer vom  JugendForum der Partnerschaft für Demokratie. Die Diskussion leitet Feridun Öztoprak, Impulse geben die Stellvertretende Landrätin des Landkreises Wolfenbüttel Christiane Wagner-Judith, der Wolfenbütteler Stadtrat Thorsten Drahn und Dr. Otmar Dyck, der Stellvertretende Vorsitzende der Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V.